Kreisgruppe Bergstraße

Arbeitsgruppe Tierethik

»Tiere sind keine Sachen« ― § 90a Bürgerliches Gesetzbuch

"Wie soll der Mensch mit Tieren umgehen? In welchem Maß soll er Rücksicht nehmen auf ihre Interessen? Haben Tiere gar eine Würde? Die Tierethik als Teilbereich der Naturethik beschäftigt sich mit normativen Forderungen für den Umgang mit Tieren." [1]

Die industrielle Intensivtierhaltung, die Hochseefischerei und Aquakultur, die zur Deckung des Großteils der Nachfrage nach Fleisch, Fisch, Milch (inkl. Käse) und Eiern betrieben werden, verursachen je nach Tierart und Produkt auf gravierende Schäden: Gefährung unserer Gesundheitsversorgung durch Antibiotikaübernutzung, klimaschädliche Treibhausgase, Flächenfraß und Grundwasserverschmutzung durch Gülle (siehe BUND zur Massentierhaltung). Nicht zuletzt werden Tiere in großem Maßstab gequält und getötet. Da dies trotz Verfügbarkeit von guten Alternativen geschieht, sind Qual und Töten dieser Tiere größtenteils als unnötig einzuwerten und hat damit besondere ethische Brisanz.

Beim Töten von Tieren "darf nicht pauschal auf die (Ernährungs-)Bedürfnisse der Menschen verwiesen werden." / “Die Aufgabe, die moralisch gebotene Achtung des Tierwohls praktisch umzusetzen, betrifft unsere gesamte Gesellschaft.“ (Ethikrat 2020). Mit den praktischen Folgen dieser Verantwortung wollen wir uns beim BUND auseinandersetzen.

Aktuelles

[1] https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/175477/tierethik (normativ bedeutet "so sollte es gemacht werden", https://neueswort.de/normativ/)

November 2020 - Juni 2021, Quelle Introbild: Wilfried Giesers / pixelio.de