Kreisgruppe Bergstraße

Radfahren für mehr Klimaschutz

Mit bunten Fahnen und unter Klingelgeläut bringen wir unsere Forderungen nach einer klimafreundlichen Energie- und Verkehrspolitik und für einen Schutz unserer Naturräume und landwirtschaftlichen Flächen auf die Straße.

Seit Juni 2021 treten wir immer wieder ordentlich in die Pedale, um unsere Appelle zum Umsteuern in der Energie- und Verkehrspolitik und zu einem Stopp des grassierenden Flächenverbrauchs sichtbar und hörbar zu machen.

Erfolgreiche Premiere

Die erste Fahrrad-Demo am 5. Juni war eingebettet in ein bundesweites Aktionswochenende zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes, das eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende in den Mittelpunkt rückte. Mit Verweis auf den Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP 2030), der für Südhessen u. a. den sechsspurigen Ausbau der A67 und der A5 vorsieht, forderten wir den Stopp aller Autobahnprojekte und die Überprüfung des BVWP 2030 auf seine Klimaverträglichkeit. Frei werdende Gelder sollten in den ÖPNV, in Rad- und Fußwege und in die soziale Infrastruktur investiert werden. Obwohl wir die Demo sehr kurzfristig organisiert hatten, folgten 150 Radfahrer unserem Aufruf. Ausgestattet mit den „Wiesen und Wald statt Asphalt“-Wimpeln des Bundesverbands gaben wir ein farbenfrohes Bild ab. Unter Klingelgeläut legten wir eine 25 Kilometer lange Strecke zurück, die auf der B3 von Heppenheim nach Zwingenberg und über Schwanheim zurück nach Bensheim führte.

Keine weiteren Gewerbegebiete und Umfahrungen im Weschnitztal

Das Motto der zweiten Demo, die sich am 4. September 30 Kilometer durch das Weschnitztal bewegte, lautete „Energie-/Verkehrswende und Flächenschutz jetzt“. Der Fokus lag zusätzlich auf einer klimafreundlichen Energieversorgung und dem Stopp des Flächenverbrauchs für Umgehungsstraßen und neue Wohn- und Gewerbegebiete. In einem offenen Brief appellierten wir an die Bürgermeister von Fürth, Rimbach, Mörlenbach und Birkenau, das durch einen Bürgerentscheid abgelehnte interkommunale Gewerbegebiet nicht wieder auf die Agenda zu setzen und die Planungen für die Umfahrung von Rimbach und Fürth gar nicht erst zu starten. Stattdessen sollte der ÖPNV im ländlichen Raum gestärkt werden. Photovoltaik-Anlagen sollten auf bereits versiegelten Flächen forciert werden – insbesondere auf den kommunalen und kreiseigenen Dächern.

Von Politikern sofortiges Umsteuern gefordert

Bei der Demo am 16. Oktober radelten knapp 100 Teilnehmende auf der B3 von Heppenheim über Bensheim und Zwingenberg nach Bickenbach und wieder zurück. Der Landrat und die Rathauschefs der Bergstraßen-Städte erhielten einen offenen Brief, in dem wir ein sofortiges Umsteuern in der Energie- und Verkehrspolitik forderten, um die Klimaerwärmung zu stoppen und die Biodiversität zu erhalten.

 

 

Personen stehen neben einem Banner, das für eine sozialökologische und klimagerechte Mobilitätswende wirbt. Bei der Rast auf einem Parkplatz in Alsbach-Hähnlein wurde ein großes Banner entrollt.  (BUND Bergstraße)

Wir danken unseren Unterstützern, darunter das Klimabündnis, ADFC, DGB und NABU, Fridays For Future, der Regionalbauernverband und das Netzwerk Bergstraße Mobil, und freuen uns auf die nächsten Rad-Demos.

Drei Redner der Abschlusskundgebung stehen im Stadtpark Heppenheim nebeneinander. Auf der Abschlusskundgebung im Heppenheimer Stadtpark sprachen (v. l. n. r.) Friedhelm Höcker (ADFC), Mathias Ilka (BUND) und Peter Castellanos (Bergstraße Mobil)  (BUND Bergstraße)

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