Kreisgruppe Bergstraße

Materialsammlung

Sammlung von Materialien, Denkanstößen, Ideen.

Öffentliches Material unter https://nc.bund-hessen.net/index.php/s/SMCoXP2rj8RBNSD (sources-public)

Veranstaltungen:

Ideen, die zu hinterfragen sind

Wir untersuchen Ideen und Glaubenssätze auf deren Tragfähigkeit:

  • "Um die Landwirtschaft nachhaltig zu machen, ist es notwendig eine gewisse Mindestmenge an (Bio-)Tierprodukten zu konsumieren."
  • "Die Landwirtschaft der Zukunft sieht - insbesondere was die Nutzung von Tieren angeht - ähnlich aus wie das, was in der Vergangenheit gemacht wurde."
  • "Die perspektivische Übernahme eines veganen Lebensstils von breiten Teilen der Bevölkerung ist eine Bedrohung für den Naturschutz." (bzw. des eigenen Konsumverhaltens / Wer hat Angst vorm veganen Mann?)
  • "Wir haben das Recht dazu auch außerhalb von medizinischen Notwendigkeiten Tierprodukte zu essen und dies beinhaltet, dass es persönliches Ermessen sein sollte, den moralischen Wert der eigenen Geschmacksknospen über dem Wert eines (Nutz)tierlebens zu platzieren."
  • Ideen und Konzepte, die - konsequent zuende gedacht und insbesondere wenn der persönliche Tierproduktkonsum auf dem Spiel steht - dazu führen dass
    - individuelle empfindungsfähige (Nutz)Tiere und auf eine ähnliche moralische Stufe gestellt werden wie Pflanzen ("Pflanzen leiden auch")
    - Viren und anderen organischen Strukturen Interessen und Bedürfnisse zugeschrieben werden, die mit denen von (Nutz)Tieren abzuwägen seien
  • "Ende der Tierproduktnachfrage => Ende jeglicher Tierhaltung in der Landwirtschaft"
  • "Ende des Tierproduktkonsums => Es bleiben nur erdölbasierte Rohstoffe als Alternative übrig"

Memes und Slogans

  • Frage nicht, was der Boden für dich tun kann. Frage, was du für den Boden tun kannst.
  • Massentierhaltung beenden - mit Tierethik
  • Fische retten - mit Tierethik
  • Lebensraum Meer schützen - mit Tierethik (nicht nur Lärmreduktion)
  • Tier = Ressource => (erst recht) Natur = Ressource
    - Wenn selbst Tiere noch als Ressource aufgefasst werden, wie soll dann die Ausbeutung der Natur beendet werden?
  • Ursachen der Massentierhaltung erkennen - mit Tierethik
    - Was macht Massentierhaltung eigentlich aus?
    - Gibt es gute Massentierhaltung?
  • Wer hat Angst vorm Veganismus?
  • Wie positioniert sich Organisation X zum Tierschutzgesetz TSG §1 (Verantwortung für das Tier als Mitgeschöpf) , wenn das Käsebrot auf dem Spiel steht? Gilt dann immer noch "Tiere sind keine Sachen" (BGB)?
  • Wie töte ich respektvoll?
  • Dürfen wir Tiere 'ernten'? (siehe Objektifizierung)
  • Vielfalt der Optionen anstelle Verzicht
    - Tierproduktfrei als eine mögliche Konsum-Option mit einigen Vorteilen
  • Kann man vermeidbares Tierleid (Unrecht) mit einem Preis versehen?
    - Gebühr auf frühzeitige Schlachtung (z. B. bei 20 % Lebenserwartung 1000 EUR, 50 % 800 EUR etc.)
  • Massentierhaltung beginnt im Jagdrevier.
  • Die Ursache der Massentierhaltung beginnt im Jagdrevier. (Haltung gegenüber Tieren; Tiere = Sache; Mensch übt Recht des Stärkeren aus)

Wenn Tierleid in CO2 gemessen würde

Wenn Tierleid (oder Ungerechtigkeit gegenüber Tieren) in CO2 gemessen würde und wir die Ernährung mit Mobilität vergleichen...

...dann wäre eine vegane Ernährung von den Emissionen her wie zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Nur, dass wir mindestens so bequem und schnell von A nach B kommen wie mit einem hoch-motorisierten Fahrzeug.

Wer würde da noch Auto fahren wollen? ;-)

Und gemeinsam macht zu Fuß gehen und Rad fahren viel mehr Spaß. :-)

Der Begriff "Tierwohl"

Die Erfahrung zeigt, dass der Begriff "Tierwohl" mit sehr unterschiedlichen Bildern und Konzepten besetzt sein kann, obwohl die Tiere biologisch sehr ähnlich sind. Beispiele:

...im Aufbau...

Mögliche Fragen zum Mensch-Tier-Verhältnis:

  • Was haben die Beispiele gemeinsam? Welche Unterschiede gibt es?
  • Wie positioniert sich jeweils der Mensch? Welche Gefühle werden dargestellt (ernst/freundlich/freudig)?

Ein mögliches Fazit könnte sein, dass die Menschen sich nicht darüber definieren, was sie essen oder wie sie mit den Tieren umgehen. Das hilft Schubladendenken zu vermeiden, siehe z. B. Vortrag "Du bist nicht, was du isst", 2018, https://www.youtube.com/watch?v=iababBRKY58, 15 min, von Bloggerin Pia Kraftfutter (gute Kommunikation von Tierschutz; Mitgefühl mit den Mitmenschen im sozialen Umgang).

todo: Staatsziel Tierschutz: Tierschutzgesetz vs. Gesetze des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung.

Von Praktikern und Machern im Tierschutz

...im Aufbau...

"Geht nicht, gibts nicht."

"Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg."

Beispiele:
- Schweinekastration: D. vs. Nachbarländer (todo)
- Fuchsjagd: D. vs. Luxemburg (obwohl Nachbar und geographisch sehr ähnlich inkl. Landwirtschaft, also Kulturlandschaft)

     

"Die Leute sagten, es sei unmöglich. Da kam einer daher, der nicht wusste, was die Leute sagen. Und der hat es dann einfach gemacht." (todo: woher?)

"Dinge gelten so lange als unmöglich, bis sie jemand macht." (todo: woher?)

Macher im Tierschutz: siehe z. B. www.effektiv-spenden.org/top-organisationen-tierschutz/. Die zwei Top-Organisationen haben beide Ernährung im Fokus: "The Good Food Institute" und "The Humane League".

Analogie Mobilität / Ernährung

  • Überschrift Richtung Konsument:in: "Ohne Auto mobil"
    => "Ohne Tier im Essen satt und gesund"

Was die Ernährungwende von der Verkehrswende lernen könnte

Probleme der aktuellen auto-basierten Mobilität: Versiegelung von Flächen, Umweltverschmutzung (Abgase), Beeinträchtigung der Gesundheit (Abgase; Lärm; weniger körperliche Bewegung).

Probleme der aktuellen tierprodukt-fokussierten Ernährung: Umweltprobleme (inkl. Klimawandel), massive Tierschutzprobleme inkl. Ungerechtigkeit gegenüber den Tieren.

Welche Lösungen werden vorgeschlagen? Wie ambitioniert sind sie? Welche politischen Forderungen gibt es? Wie wird kommuniziert?

Material: Gegenüberstellung Kommunikation Mobilität und Möglichkeiten für die Ernährung: https://nc.bund-hessen.net/index.php/s/SMCoXP2rj8RBNSD?path=%2FErn%C3%A4hrung-und-Mobili%C3%A4t

April 2021

Aus dem Inhalt:

  • Ideen hinterfragen
  • Slogans
  • Tierleid = CO2
  • Der Begriff "Tierwohl"
  • Praktiker und Macher
  • Analogie Mobilität / Ernährung