Kreisgruppe Bergstraße

Vegan als Werkzeug

Der BUND fordert eine weitreichende politische Neuausrichtung der Agrarpolitik, "aber die Agrarwende wird ohne eine Ernährungswende nicht zu schaffen sein". Im Fleischatlas 2021 festgestellt, dass 13 Prozent der 15 bis 29-Jährigen in Deutschland sich ausschließlich vegetarisch oder vegan ernähren (https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/politik-muss-fleischwende-jetzt-einleiten-fleischatlas-2021-daten-und-fakten-zu-tieren-als-lebensmittel).

Zur veganen Ernährung nimmt der BUND derzeit eine neutrale Position ein. In der AG Tierethik beschäftigen wir uns mit den praxisorientierten Erkenntnissen, die rund um die vegane Philosophie entstanden sind. Alle Menschen, denen Umwelt und Tierwohl am Herzen liegen, haben in ihrer Rolle als Verbraucher:in die Möglichkeit, die für sie passenden Bausteine auszuwählen.

Eine für die Ernährungswende besonders interessante Erkenntnis ist, dass Menschen hierzulande und in anderen westlichen Ländern gesundheitlich nicht auf den Verzehr von Tierprodukten angewiesen sind (siehe Vegan-Check). Inbesondere Fleischverzehr ist damit im Allgemeinen keine zwingende Notwendigkeit, sondern geht in den Bereich der persönlichen Entscheidung. Da diese Wahlmöglichkeit besteht, sind umfassende Informationen über die aktuellen Bedingungen, denen wir Tiere zur Produktion dieser optionalen Produkte aussetzen, eine wichtige Grundlage für informierte Entscheidungen seitens der Verbraucher:innen. Praxisnahe Hinweise zur alltagstauglichen Gestaltung von pflanzlichen Alternativen runden das Bild ab.

Pflanzliche Ernährung

Die Missstände bei der Produktion von Eiern, Milch und Käse, Fleisch und Fisch sind seit Jahren bekannt. Wissensaufbau dazu, wie eine pflanzliche (vegane) Ernährung praktisch gestaltet werden kann, helfen auf individueller Ebene die Probleme einzeln und in Kombination abzumildern. Im Internet gibt es viele Quellen, die einen Einstieg bieten; zum Beispiel ein

"Pflanzlich" oder "vegan"?

Was ist der Unterschied zwischen einer pflanzlichen und einer veganen Ernährung?

Eine pflanzliche Ernährung ist eine Art der Ernährung, bei der alle Zutaten aus pflanzlichen Rohstoffen bestehen bzw. die ohne Tierprodukte auskommt.

Eine vegane Ernährung ist in der alltäglichen Praxis das gleiche. Sie hat ihren Ursprung in der veganen Lebensweise. Dort steht die Haltung im Vordergrund, Tiere nicht unnötig auszubeuten. Dem individuellen Tier wird über dessen reinen Nutzwert hinaus ein Eigenwert zugesprochen, der höher liegt als das persönliche Geschmacksempfinden oder sonstige Gewohnheiten, siehe Umwelt- und Tierethik.

Soweit dies praktisch möglich ist (siehe Definition), wird der bewusste Konsum von allen denjenigen Produkten vermieden, die üblicherweise mit dem Einsperren und frühzeitigen Töten von (im Idealfall) gesunden, empfindungsfähigen Tieren verbunden ist.

In der Ernährung werden daher Fleisch, Fisch, Eier, Milch (inkl. Käse) und oft auch Honig vermieden. Im Bereich der Bekleidung werden darüber hinaus Leder (Haut von Tieren), Pelz (Fell von Tieren) und Daunen (Vogel-Federn) wo möglich und bekannt vermieden. Bei Kosmetik und Reinigungsmitteln wird darauf geachtet, dass diese ohne Tierversuche einhergehen.

Was ist Tempeh?

Tempeh ist ein Geheimtipp für alle, die es noch nicht kennen: https://de.wikipedia.org/wiki/Tempeh.

"Tempeh ist ernährungsphysiologisch sehr wertvoll, da der Pilz die Proteine der Bohne aufschließt."

"In den ländlichen Gebieten Indonesiens steht der Bevölkerung mit Tempeh eine wertvolle und preiswerte Eiweißquelle zur Verfügung; in Städten bieten Garküchen frittiertes Tempeh in einer Vielzahl von Variationen als leichten, aber sättigenden Snack an."

Naja, so geheim ist es nicht, da es mittlerweile in jedem gut sortierten Biomarkt in verschiedenen Varianten zu finden ist. ;-)
Tipp: Tempeh kann man anbraten. Man kann Tempeh auch ungekocht essen; z. B. als herzhafte Ergänzung in einen Salat würfeln.

Vegane Rezepte gezielt einsetzen

...im Aufbau...

Selbst wenn du selber nicht auf Tierprodukte verzichtest, aber aus Gründen des Tierwohls z. B. nur in Maßen oder nur ganz wenig Fleisch und nur Eier von eigenen Hühnern konsumierst, bietet der gezielte Einsatz veganer Rezepte, die zur Veröffentlichung eines breiteren Publikums bestimmt sind, deutliche Vorteile gegenüber Rezepten, die Tierprodukte enthalten.

Denn wenn jemand das Rezept nachkochen möchte, kann man als veröffentlichende Person nur vom Durchschnitt des Zielpublikums ausgehen, wenn es darum geht, wo die Zutaten eingekauft werden. Die wenigsten Menschen im Land haben aber Zugang zu Eiern von eigenen Hühnern oder kennen sich im Detail mit der gängigen Praxis der Tierproduktproduktion aus. Dies führt dazu, dass bei nicht-veganen Rezepten in der Summe unvermeidlich ungewünschte Tierqual mit im Einkaufskorb landet. Bei veganen Rezepten besteht diese Gefahr nicht.

...im Aufbau...

Kommunikation

Analogie Mobilität: Verbrenner-SUV --??--> Elektro-SUV (vs. andere Art der Mobilität)

Kommunikation Ernährungsgewohnheiten, Beispiel Fisch:

Fleisch --DGE--> (Meeres)fisch --Umwelt--> Süßwasserfische (z. B. Karpfen)
    '---------------------------------------------Umwelt ----------^

Bisher oft "von einer Tierart zu einer anderen Tierart". Empfehlung Fokus andere Art des Speiseplans -> Methodenwissen pflanzliche Ernährung vermitteln.

Tradition / Emotion: Wie könnte ein Luxus-Komfort-Menü ohne Tierprodukte aussehen? (positive Emotionen, die sonst von typischen Fleischgerichten ausgelöst werden, beibehalten)

Vom Sonntagsbraten zum Sonntagsbratling

...im Aufbau...

Catering Vegan

todo

Januar - Juni 2021

Aus dem Inhalt:

  • Werkzeug für die Ernährungswende
  • Tempeh
  • Vegane Rezepte gezielt einsetzen
    (inklusive aktuelle Empfehlungssituation für Tierprodukte)
  • Sonntagsbratling
  • Catering Vegan

Weiterführend: