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Kreisgruppe Bergstraße

B38a: Endlich Ruhe im Ort!

Das Gericht hat entschieden: In Sachen B 38 a hat Hessen Mobil die Nase vorn

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel (VGH) hat die Klage des BUND Hessen und des mit ihm klagenden Landwirts abgewiesen. Nach so vielen Jahren Hoffnung auf eine naturverträgliche Trasse ist der BUND sehr enttäuscht. Trotz guter Argumente konnten wir das Gericht nicht überzeugen, der sinnlosen Landschaftszerstörung durch die Variante O2 eine Absage zu erteilen zugunsten der umweltverträglichen Variante W4.

Leider: das geltende Recht lässt massive Eingriffe in Natur und Landschaft immer noch zu, selbst wenn es landschaftsschonende, zumutbare Alternativen gibt. Die Variante O2 beschleunigt den Klimawandel und das Artensterben, sie erhöht die Verkehrsbelastung der Menschen in Weiher und Kreidach und belastet einen gut gehenden landwirtschaftlicher Betrieb mit Hofladen übers Maß. Der BUND ist sich sicher: Würde man die Trasse heute von Anfang an neu planen, die O2 hätte keine Chance.

Deswegen wird der BUND mit seinem Anwalt Matthias Möller und dem Landesarbeitskreis die Urteilsbegründung des VGH noch einmal genau prüfen, ob eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht Erfolgsaussichten hat.

Machbarkeitsstudie Mörlenbach-Fürth

2009 haben der Kreis Bergstraße und die Gemeinden Rimbach und Fürth eine Machbarkeitsstudie für die B38a von Mörlenbach bis hinter Fürth erstellen lassen. Die Trasse schließt an die Ortsumgehung Mörlenbach an.

Die Straße soll rücksichtslos Landschaft und Natur zerstören und pflügt durch zahlreiche geschützte Bereiche, die heute noch der Nahrerholung und dem Tagestourismus dienen.

Ohne Stau durch Mörlenbach

Im Weschnitztal ist der Durchgangsverkehr über die Bundesstraße B 38a seit Jahrzehnten unerträglich und wächst weiter an. Verständlich, dass die Anwohner – vor allem in Mörlenbach – eine ruhigere Lösung fordern. In dem Ruf nach mehr Ruhe unterstützt der BUND Bergstraße die betroffenen Menschen, verlangt aber von den Planern auch, dass die Natur nicht ebenfalls unter die Räder kommt.

Das ist möglich: Für die Umgehung Mörlenbachs gibt es absolut umweltverträgliche Varianten, eine Untertunnelung der Ortslage, wie z.B. die W4 oder die vom BUND vorgeschlagene M1. Doch der hessische Verkehrsminister hat im April 2014 die Variante O2 genehmigt, die sensible Biotope stört, Landschaft zerstört und landwirtschaftliche Existenzen gefährdet.

Naturschutzverbänden und betroffenen Landwirten blieb damit nur noch der Weg vor Gericht, um die schlimmen Fehler der genehmigten Fehlplanung abzuwenden. Nun entscheidet Hessen Mobil: Jahre auf das Urteil der Klage warten oder doch eine naturverträgliche Variante planen und bauen.

Weiherer Tal mit der Natur zerstörenden Ostumgehung O2 Fotomontage: Weiherer Tal mit der Natur zerstörenden Ostumgehung O2  (BI Weiher)

Um vor Gericht erfolgreich sein zu können, brauchen wir euer/Ihr Bestes: Geld.
Wir haben zwar noch etwas auf der hohen Kante aus dem Verfahren, das wir in den 1990er Jahren erfolgreich gegen die damals fast genauso aussehende Planung geführt haben, aber das wird nicht reichen.

Deshalb suchen wir möglichst viele Dauerspender, die bereit sind, für die Dauer des Verfahrens (zwei bis drei Jahre) beispielsweise 10,- Euro pro Monat (es dürfen natürlich gerne auch mehr sein) beizusteuern. Dauerauftrag (ebenso wie Einzelspenden) bitte zugunsten von:

Verein Naturerhaltung
Kontoverbindung:
IBAN DE68 5096 1592 0000 0077 06

Die Spenden sind steuerlich absetzbar, deshalb bitte Name und Adresse auf dem Überweisungsträger angeben, damit wir die Spendenquittung zustellen können.

Kostenberechnungen von Hessen Mobil sind grob fehlerhaft

Um die von Hessen Mobil angegebenen Schätzkosten für die Tunnelvariante W4 überprüfen zu lassen, haben die Kläger bei einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Baubetrieb und Bauwirtschaft ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zu folgendem Ergebnis kommt: Der Tunnel W4 könnte deutlich kostengünstiger gebaut werden als die Brückentrasse O2.

Der gleiche Sachverständige hat nun die Berechnungen von Hessen Mobil für die Variante W4 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist für die Straßenplaner alles andere als schmeichelhaft, denn sie sind von Kosten pro laufenden Meter ausgegangen, wie er für doppelröhrige Autobahntunnel gilt, aber nicht für einröhrige Bundesstraßentunnel. Während das hessische Verkehrsministerium Kostenansätze von 60.000 Euro pro laufenden Meter doppelröhrigem Autobahntunnel und 30.000 Euro pro laufenden Meter einröhrigem Straßentunnel vorgibt, setzte Hessen Mobil für den W4-Tunnel Kosten in Höhe von 62.530 Euro pro laufenden Meter an. Aufgrund dieses gravierenden Fehlers ist der Planfeststellungsbeschluss für die Ostumgehungsvariante (O2) unter völlig falschen Voraussetzungen erfolgt.

Gutachten zu der von Hessen Mobil erstellten Kostenermittlung für die Variante W4 (Untertunnelung der Ortslage) 

Machbarkeitsstudie zur B 38a - ein Alptraum

Von Mörlenbach über Rimbach bis hinter Fürth sollen Natur und Landschaft unter Asphalt gelegt werden. Schaudern Sie selbst, lesen Sie die Machbarkeitsstudie.

Die Details zur Landschaftszerstörung

Trassenvergleich: W4 ist billiger, schneller, umweltfreundlicher als O2

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