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Kreisgruppe Bergstraße

Gesundheitliche Risiken durch Mobilfunk nicht ausreichend untersucht - BUND fordert unabhängige Studien vor Einführung von 5G

14. Januar 2020 | Ressourcen & Technik

Aus Vorsorgegründen sollte die Bundesregierung dem Beispiel der Schweiz folgen und vor dem weiteren Ausbau eine Absenkung der Grenzwerte aller Mobilfunksendeanlagen um mindestens 90 Prozent veranlassen. Die Netzbetreiber sollten verpflichtet werden, sich Sendeanlagen zu teilen.

Das mobile Breitband 5G wird zurzeit viel diskutiert - allerdings geht es in diesen Diskussionen nach Auffassung des BUND-Ortsverbandes Mörlenbach hauptsächlich um die Chancen für Wirtschaft und Industrie. Kaum thematisiert werden dagegen mögliche gesundheitliche Risiken, die mit dem Einsatz von 5G verbunden sein können. Aus Sicht des BUND muss die Bundesregierung die Gesundheit der Menschen endlich in den Blick nehmen. BUND-Ortsbeauftragter Herwig Winter: „Die gesundheitlichen Auswirkungen von 5G müssen schnellstmöglich im Rahmen von Begleitstudien durch unabhängige Institute erforscht werden.“

Der BUND kritisiert, dass Risikoforschung bisher kaum stattgefunden hat. Weder sind die Wirkungen auf Risikogruppen wie Kinder ausreichend untersucht, noch lassen sich Aussagen von 5G-Befürwortern, dass es keine Risiken durch die flächendeckende Nutzung elektromagnetischer Strahlung gäbe, wissenschaftlich belegen. Herwig Winter: „Aus Vorsorgegründen muss die Bundesregierung dem Beispiel der Schweiz folgen und eine Absenkung der Grenzwerte aller Mobilfunksendeanlagen vor dem weiteren Ausbau um mindestens 90 Prozent veranlassen.“

Weiterhin ist es nach Auffassung des BUND vor einem Netzausbau dringend notwendig zu prüfen, wie viele Sendemasten in den Regionen wirklich benötigt werden. Eine Verpflichtung der Netzbetreiber, sich Sendeanlagen zu teilen - das so genannte Roaming -, könnte die Dichte von Sendemasten reduzieren. Denn dann müssen die Netzanbieter nicht jeweils eigene Sendemasten errichten, um ihren Kundinnen und Kunden eine gute Netzabdeckung bieten zu können.

Zahlreiche Menschen reagieren besonders empfindlich auf elektromagnetische Felder. Diese elektrosensiblen Menschen spüren die Folgen oft massiv und bemerken eine eindeutige Verbesserung ihrer Symptome nach Reduzierung der Felder. Es wird geschätzt, dass etwa fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung elektrosensibel sind. Nicht nur sie bangen um ihre Gesundheit, wenn mit immer neuer Funktechnologie in den nächsten Jahren eine neue Dimension allgegenwärtiger elektromagnetischer Felder etabliert wird.

Die 5G-Technologie arbeitet mit kurzwelligen Frequenzen, was ein deutlich dichteres Netz an Sendemasten erforderlich macht. Herwig Winter: „Deshalb ist es zwingend notwendig, die Folgen der neuen 5G-Sendeanlagen für die Gesundheit zu klären, bevor die Sendemasten installiert werden.“

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