Kreisgruppe Bergstraße

BUND-Tipp: Wie wir mit unserem Speiseplan unseren CO2-Abdruck verringern

11. Oktober 2021 | Klimawandel, Massentierhaltung

Ungefähr 20 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen entfallen auf die Tierhaltung, unsere Ernährung hat also einen enormen Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Der BUND Hessen will mit seiner Rezeptseite Menschen motivieren, öfter vegetarisch und vegan zu kochen.

Vegane und vegetarische Speisen reduzieren den CO2-Fußabdruck.  (Lynn Anders / BUND Hessen)

Weltweit hat sich der Fleischkonsum in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Das damit verbundene Problem: Gedeckt wird diese hohe Nachfrage nach tierischen Produkten vor allem durch die industrielle Tierhaltung. Diese verursacht nicht nur Tierleid, sondern ist auch Verursacherin von erheblichen Mengen klimaschädlicher Gase (v.a. Methan und Lachgas). Ungefähr 20 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen entfallen auf die Tierhaltung. Somit hat unsere Ernährung einen enormen Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck.

Der Schlüssel für die Ernährungswende in unserem Alltag ist demnach eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums und im Gegenzug eine Erhöhung der pflanzlichen Anteile in unserem Speiseplan. Laut einer Studie des WWF sollten höchstens 3 Prozent unserer Nahrung aus Fleisch- und Wurstprodukten bestehen. Das entspricht etwa 300 Gramm pro Woche.

Zum Welternährungstag am 16. Oktober möchte der Arbeitskreis Ernährung des hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) Sie mit vegetarischen und veganen Rezepten inspirieren, die Sie auf der neuen Rezeptseite finden.

Am stärksten können wir den CO2-Abdruck durch eine rein pflanzlich basierte Ernährungsweise verringern. Während pro Kilogramm Rindfleisch umgerechnet 13,3 Kilogramm CO2 freigesetzt werden, produziert die selbe Menge Mischbrot 0,75 Kilogramm CO2, Äpfel 0,5 Kilogramm CO2 und Tomaten 0,2 Kilogramm CO2.

Pflanzenbasierte Ernährung schützt Klima, Tiere und Gesundheit

Eine pflanzlich orientierte Ernährung sorgt nicht nur für Tier- und Klimaschutz, sondern hat auch einen positiven Effekt auf die Ernährungsgerechtigkeit. Denn auf der Fläche, die für die Herstellung von 4 Kilogramm Rindfleisch benötigt wird, kann 100 Kilogramm pflanzliche Nahrung mit einem vergleichbaren Nährstoffgehalt angebaut werden.

Pflanzenbasierte Ernährung trägt auch zum Gesundheitsschutz bei. Ein geringer Fleischkonsum kann das Risiko von typischen Zivilisationskrankheiten (z.B. Diabetes) deutlich senken. Darüber hinaus begünstigt die industrielle Tierhaltung die Entstehung von Zoonosen (Infektionskrankheiten, die von Mensch zu Tier und umgekehrt übertragen werden können) und Antibiotika-Resistenzen.

Für eine CO2-reduzierte Ernährungsumstellung muss man nicht komplett auf tierische Produkte verzichten, denn weniger Fleisch, Käse, Eier und Milch zu konsumieren, spart bereits Treibhausgasemissionen ein. Wenn Sie doch zu Fleisch und anderen tierischen Produkten greifen, wählen Sie am besten Produkte aus ökologischer Erzeugung oder Wildfleisch aus regionaler Jagd.

Die Rezepte finden Sie unter folgendem Link: www.bund-hessen.de/rezepte  

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