Kreisgruppe Bergstraße

Schlachten

»Die Tiere können nicht sprechen, dennoch denken sie viel mehr, als wir uns vorstellen.« ―Albert Schweitzer

Warum Schlachten?

Eine Konstante bei der Herstellung bekannter Tierprodukte wie Fleisch, Fisch, Milch inkl. Käse und Eiern ist das Schlachten der betroffenen Tiere. Im Idealfall sind die Tiere zu diesem Zeitpunkt gerade ausgewachsen (schlachtreif) und bei voller Gesundheit. Als wesentlicher Teil des Produktionsprozesses ist die Schlachtung - so wie die Züchtung - (scheinbar) überraschend wenig in der aktuellen Debatte präsent; die Bedingungen der Haltungsbedingungen nach der Geburt und vor der Tötung durch Schlachtung dominieren die Diskussion.

In der Beleuchtung des Mensch-Tier-Verhältnisses können Details rund um die Schlachtung spannende Impulse geben. Wir schauen deswegen genauer hin.

Schlachten in Schlachthöfen

Die meisten Nutztiere in Deutschland werden in industriellen Schlachthöfen getötet. Dort sterben einerseits Tiere, die in der industriellen Intensivtierhaltung (auch Massentierhaltung genannt) aufgezogen wurden, aber auch ein gewisser Anteil der Tiere anderer Haltungsformen (inklusive Bio) werden derzeit dort "prozessiert".

Wie sieht das Schlachten von Tieren in diesen Schlachthöfen aus? Uns interessiert der Idealfall, also wenn alles so läuft wie gewünscht und wie gesetzlich vorgeschrieben.

Am besten schaut man sich die Dinge persönlich z. B. im Rahmen einer Exkursion an, um sich ein eigenes Bild zu machen. Bei Interesse komme gerne auf uns zu. In den folgenden Abschnitten geben wir einen Überblick über das Schlachtungsprozedere der meistgetöteten Tierarten anhand öffentlich zugänglicher Materialien.

Schweine

Insgesamt werden in Deutschland pro Jahr rund 50 Millionen Schweine geschlachtet. Vion ist nach Tönnies und Westfleisch der drittgrößte Schweineschlachter für den deutschen Markt (https://www.rnd.de/wirtschaft/schlachtungen-grossfirmen-wie-tonnies-und-westfleisch-teilen-den-markt-unter-sich-auf-DHR7KTKCUNCG7LBZDQCBZNEFGU.html, 2020, Graphik 2019).

Bei Vion gibt es eine Webseite, die Informationen über ausgewählte Teile des Schlachtbetriebes liefert: https://www.vion-transparency.com/de/. Dort ist ein Video eingebettet, das zeigt wie die Schlachtung der Schweine unter Idealbedingungen abläuft: "Wie die Schwei­ne­schlach­tung und -zer­le­gung bei Vion ab­läuft, er­klärt Derk Oor­burg, Tier­arzt im Qua­li­täts­ma­nage­ment des Kon­zerns, am Bei­spiel ei­nes Be­triebs in Hol­land."

Das Video dauert ca. 5 Minuten und lässt sich (nur) mit den Cursor-Tasten vor und zurückspulen. Diese Themen werden behandelt: Anlieferung der Tiere, Schweine-Dusche, automatischer Treibegang, Betäubung in einer CO2-Kammer mit automatischer Beschickung, Rauskullern aus der Maschine auf der anderen Seite auf ein Förderband, Haken ins Hinterbein zum Hochziehen, "Übergang vom Lebewesen zum Lebensmittel", Stechen, Entbluten, Blutproben, Haare entfernen, Öffnung des Körpers mit Kreissäge, Organe entnehmen, automatisches Stempeln, Kühlraum, Grobzerlegung, Feinzerlegung, Verpacken, Temperaturprüfung und Transparenz.

Hühner

Hühner sind (nach Fischen) die Tiere mit der größten jährlichen Tötungszahl für die Nachfrage in Deutschland.

...im Aufbau... (wenn du weitere informative Videos kennst, melde dich gerne bei uns)

 

Schlachtung im kleinen Maßstab

  • ...im Aufbau...
  • Hausschlachtung im Kreis Bergstraße
  • Weideschuss und mobile Schlachtbox (MSB); erfunden und rechtlich erstritten durch uria e.V.; Stand 2021 durchgeführt von (nur) mehreren hundert Höfen in Deutschland (Quelle: "Uria: Rinder, zur Sonne, zur Freiheit!", zeit.de, März 2021)

Kommunikation: auf Alternativen hinweisen

Die Darstellung der Sachverhalte zur Schlachtung können bei Menschen (insbesondere wenn vorher nur wenig Kontakt mit dem Thema bestand) Betroffenheit und Ratlosigkeit auslösen. Wir empfehlen daher in der Kommunikation das Thema Schlachten bewusst mit praktischen Hinweisen zu schlachtfreien Alternativen zu ergänzen, die auf individueller Ebene durchgeführt werden können.

Hier sehen wir - neben politischem Engagement - die Beschäftigung mit den Möglichkeiten von tierproduktfreien Ernährungsstilen als effektives und gewinnbringendes Werkzeug an. Dies kann positiv unterstützt werden durch die alltagstaugliche Präsentation von attraktiven pflanzlichen Gerichten, z. B. in Form von Rezepten.

Trend-Rezept März 2021: Schoko-Hummus als Alternative zur kuhmilch-basierten Schokocreme.

Gute Schlachtgeschichten

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März - April 2021, Quelle Introbild: E. Vogel  / pixelio.de

Aus dem Inhalt:

  • Warum?
  • Wie schlachte ich richtig...
    - in Schlachthöfen
    - andere Schlachtverfahren
  • Schlachtung in der Kommunikation
  • Schlachtgeschichten