Wildbienen und Schmetterlinge schützen - Bestäubung sichern

Endlich können wir uns wieder über das Treiben der Schmetterlinge und Wildbienen auf Wiesen, in Gärten und Parks freuen. Doch der Verlust der biologischen Vielfalt zeigt sich bei diesen kleinen Tieren besonders deutlich. Die industrielle Landwirt­schaft, Flächenversiege­lun­gen und der großflächige Einsatz von Pestizi­den nehmen ihnen die Lebensräume. In Deutschland sind mehr als die Hälfte der über 560 Wildbienenarten gefährdet und 31 Arten vom Aus­sterben bedroht. Auch viele der heimischen Tagfalterarten stehen auf der Roten Liste.

Bestäuber sind das Herzstück unserer Ökosysteme

Bestäubende Insekten sind faszinierend, fleißig, vielfältig – und ungemein wichtig. Sie sind die Grundlage unserer Ernährung und unverzichtbar für die Ökosysteme. Zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen müssten wir ohne sie vom Speiseplan streichen. In Europa sind etwa 150 verschiedene Nutzpflanzen und rund 80 Prozent der Wildpflanzen abhängig von der Bestäubung durch Insekten. Der monetäre Wert der Insektenbestäubung beträgt in Europa derzeit etwa 22 Milliarden Euro pro Jahr.

Der BUND und andere Naturschutzverbände haben dazu beigetragen, dass im Koalitionsver­trag von CDU/CSU und SPD ein "Aktionspro­gramm Insekten­schutz" verankert wurde.  Damit dies nicht zum Lippenbekenntnis verkommt, fordert der BUND von den zuständigen Ministerinnen Klöckner und Schulze ein sofortiges Handeln zur Rettung von Bienen und anderen Bestäubern. Der BUND setzt sich ein für ein vollständiges Verbot von Neonikotinoiden und Glyphosat, für ein ambitioniertes Reduktionsprogramm von Pestiziden, für die Erhöhung der Vielfalt in der Kulturlandschaft und für den Schutz vor Flächenversiegelung.

Mit den beiden Filmen über Wildbienen und Schmetterlinge wollen wir über die zahlreichen wilden Verwandten der Honigbiene informieren und Naturfreunde und Gartenbesitzer dazu ermuntern, einen kleinen Beitrag zum Überleben von Schmetterlingen, Hummeln und anderen Wildbienen zu leisten und ihren Garten, Balkon oder Blumenkasten zu einem insektenfreundlichen Ort zu machen.

Da die Filme bei der letzten Veranstaltung am 5. Mai aus technischen Gründen nicht gezeigt werden konnten, laden wir für Samstag, den 02. Juni 2018, um 16.00 Uhr ins Saalbau-Kino in Heppenheim ein. Im Foyer halten wir Informationen über bestäuberfreundliche Pflanzen, gute und ungeeignete Nisthilfen, Poster zu Wildbienen und Bestimmungshilfen für Schmetterlinge  bereit. Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an die Filme gibt es eine Diskussion mit Kreispolitikern zum Thema "Was tun gegen das Insekten- und Vogelsterben?". Eingeladen sind alle im Bergsträßer Kreistag vertretenen Parteien.

Filmvorspann

BUND-Fakten: Insektensterben

Nationaler Bienenaktionsplan von BUND und Aurelia-Stiftung

Vielfalt sorgt für Vielfalt: Einfache Bauanleitungen für Wildbienen-Nisthilfen

BUND Rotenburg: Gefährdete Wildbienen - Nisthilfen bauen und Lebensräume schaffen

Wildblumenmischungen: nicht nur für Wildbienen attraktiv

Institut für Naturkunde in Südwestdeutschland: Wildbienen first - unsere wichtigsten Bestäuber und die Konkurrenz mit dem Nutztier Honigbiene

Wer wohnt denn hier? - Nestverschlüsse von Wildbienen

Nahrungspflanzen für spezialisierte Wildbienenarten

Kleine Pflanzenkunde (Nahrung für spezialisierte Wildbienenarten) und kleine Wildbienen-Artenkunde

Wildbienenführungen am Heppenheimer Schlossberg

Zur Podiumsdiskussion "Was tun gegen das Insekten- und Vogelsterben?" konnten wir Evelyn Berg (BÜNDNIS 90 / Die Grünen), Yannick Mildner (DIE LINKE) und Marius Schmidt (SPD) begrüßen. Hier ihre Antworten auf unseren Fragenkatalog:

Statement von Yannick Mildner (DIE LINKE)

Statement von Evelyn Berg (BÜNDNIS 90 / Die Grünen)



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