Umweltschutz, Klimaschutz, Tierschutz - mit Genuss

Bunter Gemüsestand
Foto: nature.picture / pixelio.de

Immer mehr Verbraucher legen Wert auf gesunde Ernährung und entscheiden sich für Lebensmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau. Dort sind gentechnisch veränderte Organismen, Pestizide und chemisch-synthetische Dünger tabu. Bio-Gemüse enthält in der Regel viel weniger Nitrate und Pestizide als konventionelles Gemüse. Ökologische Landbaumethoden unterstützen die Humusbildung, das Bodenleben und die Biodiversität. Die natürliche Bodenfruchtbarkeit steigt an und der Boden bindet mehr CO2 - gut fürs Klima. Bio-Bauern halten, bezogen auf die Hoffläche, weniger Tiere, gewähren ihnen mehr Auslauf und füttern sie möglichst mit hofeigenen Futter. Auf Antibiotika wird weitgehend verzichtet.

Fleisch - Klasse statt Masse

Die industrielle Massentierhaltung stresst und quält Nutztiere, belastet Böden und Gewässer und verbraucht enorme Ressourcen. So werden beispielsweise für ein Kilogramm Rindfleisch

  • 16 Kilo Getreide und Soja verfüttert
  • 50 Quadratmeter Regenwald vernichtet
  • 20.000 Liter Wasser verbraucht
  • und mehr Treibhausgase erzeugt als bei einer 250 Kilometer langen Autofahrt.

Es gibt viele gute Gründe, seltener Fleisch zu essen und dafür eine bessere Qualität auszuwählen - am besten Fleisch aus ökologischer Erzeugung. Wenn wir den Fleischkonsum in Deutschland pro Person um rund die Hälfte senken würden, auf durchschnittlich 300 Gramm die Woche, würden wir gesünder leben und könnten die gesamte Landwirtschaftsfläche auf Ökolandbau umstellen – bei gleichbleibender Selbstversorgung.

Wie wir die Ernährungswende schaffen

Auch ohne Pestizide und Tierleid könnten alle Menschen in Deutschland ernährt werden. Die Voraussetzung wäre ein anderer wöchentlicher Durchschnittsverzehr pro Kopf. Werden Sie Teil der Bewegung, stellen Sie Ihre Ernährung auf regionale Produkte aus ökologischer Erzeugung um und unterstützen Sie die BUND- Forderungen zum Umbau der Landwirtschaft.

Saisonal und regional einkaufen

Birnen aus Argentinien oder Erdbeeren aus Israel haben eine schlechte CO2-Bilanz. Das gilt auch für Tomaten, die in beheizten Glashäusern reifen oder Früchte, die monatelang in Kühlhäusern liegen. Mit der Jahreszeit angemessenen Lebensmitteln aus Deutschland, besser aus Ihrer Region, vermeiden Sie lange Transportwege und unterstützen die heimische Landwirtschaft. Auf dem Wochenmarkt, im Hofladen, als Abonnent einer Gemüsekiste oder Anteilseigner einer solidarischen Landwirtschaft können Sie direkt beim Erzeuger einkaufen. Durch Direktvermarktung bekommen Landwirte fairere Preise für ihre Produkte.

Bio-Lebensmittel aus der Region

Die AG Ernährung im BUND Bergstraße hat sich auf die Suche begeben nach regionalen Erzeugern und Anbietern ökologischer Lebensmittel. Die Zusammenstellung ist noch im Aufbau. 

Bio-Lebensmittel in der Region Bergstraße: Läden und Direktvermarkter

Und hier können Sie gezielt auf die Suche nach Bio-Lebensmitteln gehen.

Nächstes Treffen der BUND AG Ernährung

Die AG Ernährung trifft sich wieder am 17. Mai 2018 um 19.00 Uhr im Haus der Kirche, Ludwigstr. 13 (2. OG) in Heppenheim; Kontakt: bund.bergstrasse@bund.net



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