Sie befinden sich hier:

ICE-Trasse - Belastung und Entlastung zugleich

Verlauf der ICE-Trasse laut DB-Planung

Die ICE-Trasse von Frankfurt nach Mannheim kommt - keine Frage. Aufgrund der geringeren Schadstoffemissionen, verglichen mit Auto und Flugzeug, gehört die Bahn zu den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Auch wird die neue Trasse auf den alten Strecken Platz für mehr Nahverkehr und Güterverkehr schaffen und damit die Umwelt entlasten.

Gleichzeitig belastet die neue Trasse im dicht besiedelten Kreis Bergstraße – wie auch im übrigen Rheintal – Mensch und Natur bis an die Grenze des Erträglichen: durch Lärm, Staub (beim Bau) und Flächenverbrauch.

Mitte 2004 hat das Regierungspräsidium Darmstadt das Raumordnungsverfahren (ROV) abgeschlossen und beide Trassen entlang der A67 oder entlang der A5 für grundsätzlich raumverträglich erklärt. Die genaue Planung legt die Bahn abschnittsweise im Planfeststellungsverfahren (PFV) ab 2009 vor.
Für die Trasse südlich von Lorsch sieht die Bahn inzwischen nur 2 mögliche Varianten:

  • Mannheim direkt: ab Lorsch durch den Riedwald bis Lampertheim, dann Einschwenken auf die Trasse nach Mannheim
  • A67-Ost: die Trasse führt entlang der A67 auf der Ostseite bis zum Viernheimer Kreuz und schwenkt nach Mannheim ab.

Für den BUND stehen Mensch und Natur im Vordergrund. Wesentliche Kriterien sind:

  • geringstmöglicher Flächenverbrauch (Wald, Lebensraum)
  • Schutz des Grundwassers
  • Schutz vor zusätzlichem Lärm sowie Erschütterungen im hoch vorbelasteten Rheintal
  • Schutz vor Zerschneidung von Wald, Naherholungs- und Siedlungsflächen

Der BUND fordert eine strikte Bündelung von Verkehrstrassen; wo dies ohne Zwickelflächen oder Waldzerstörung nicht möglich ist, die Führung im bergmännischen Tunnel oder gedeckelten Trog. Der 3-spurige Ausbau der Autobahn A67 und die ICE-Trasse müssen - wenn die Bahn diese Variante durchsetzt - im gesamten Streckenverlauf gemeinsam geplant werden.

Die Zerschneidung durch riesige Schneisen beim Ausbau von Autobahn und Bahnstrecke muss verhindert werden. Gerade im Wald würde eine Trassenführung "unter Tage" viele Probleme lösen: Die Lebensräume von Kleintieren und Pflanzen (wie Insekten, Schneckenarten, Kleinsäuger und Kräuter, Sandrasenpflanzen usw.) bleiben ebenso vernetzt wie Trittsteine und Wechselwege für größere Tiere erhalten.

Der BUND engagiert sich in einer Arbeitsgruppe des Landkreises Bergstraße, in die Landrat Matthias Wilkes im Februar 2007 alle Naturschutzverbände, die Bürgerinitiativen, die Verwaltung und die Politik berufen hat. Daneben wird der Landesverband wie bereits beim Raumordnungsverfahren eine fundierte Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren abegeben.

Weitere Informationen:



Das Problem Schienenlärm

Flyer Schienenlärm

Schienenlärm wird zwar als weniger belastend empfunden als Flug- oder Straßenlärm. An stark befahrenen Strecken jedoch bestehen Probleme. Gerade nachts ist der Lärmpegel vielerorts so hoch, dass er zur Gesundheitsgefahr wird.

BUND-Miniflyer herunterladen

Argumente des BUND zur ICE-Trasse in und um Darmstadt.

Suche

Metanavigation: