Willkommen auf den Seiten des BUND Kreisverbands Bergstraße

Auf der Streuobstwiese am Heppenheimer Bruchsee

Wir kümmern uns um Natur und Umwelt im Kreis Bergstraße und sind Ansprechpartner für alle Freunde der Erde und für unsere BUND-Mitglieder.

Wir engagieren uns: Für den Schutz von Wald, Wasser und Boden, für regenerative Energien, für den Erhalt hessischer Streuobstwiesen, für eine ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung, für fairen Handel und für die Wiederansiedlung der Sumpfschildkröte.
Aber auch: Gegen lärmenden Verkehr, gegen Flächenversiegelung und gegen Gentechnik.

Sie finden auf unseren Seiten unter anderem interessante Ökotipps, die aktuellen Pressemitteilungen und viele Veranstaltungen.

Sie wollen selbst aktiv werden: Nutzen Sie unsere Angebote für Freiwillige oder werden Sie Mitglied im Bund für Umwelt und Naturschutz!

25. September 2018

19:30 - 21:30

Keine Radioaktivität auf Spielplätzen und in Bratpfannen! - Informationsabend zum AKW Biblis

Keine Radioaktivität auf Spielplätzen und in Bratpfannen! Ein Informationsabend mit Film,...

02. Oktober 2018

20:00 - 22:00

OV Bensheim: Monatstreff

Treffen der Ortsgruppe Bensheim im Pfarrzentrum St. Laurentius

04. Oktober 2018

20:00 - 22:00

VersammlungSitzung des erweiterten Kreisvorstands

Am ersten Donnerstag des Monats treffen sich die BUND-Aktiven, um über die umweltpolitischen...

Landtagswahl 2018: Klima schützen + Biodiversität erhalten

Klima schützen + Biodiversität erhalten - zwei zentrale Herausforderungen für die nächste Landesregierung

Die Landtagswahl am 28. Oktober 2018 ist für den BUND Hessen das zentrale umweltpolitische Ereignis in Hessen. Mit der Wahl werden die Weichen für die künftige Umwelt- und Naturschutzpolitik in Hessen gestellt. Unsere Landesdelegiertenversammlung hat die zentralen Forderungen des BUND Hessen mit dem Leitantrag „Klima schützen und Biodiversität erhalten – zwei zentrale Herausforderungen für die nächste Landesregierung” festgehalten. Ziele und Maßnahmen, die im Beschluss erläutert werden: 

Klimaschutz
1. Klimaschutzplan 2.0 verabschieden
2. Energiepolitik mit „Biss“ gestalten
3. Einstieg in die Verkehrswende jetzt beginnen

Biodiversität
1. Naturschutz in die Offensive bringen
2. Landwirtschafts- und Waldpolitik ökologisch ausrichten

CETA-Vertrag kündigen

 

Laden Sie sich die ausführlichen Forderungen des BUND Hessen (pdf; ca. 800 KB) herunter.

Bio-Lebensmittel aus der Region - Neuauflage des BUND-Einkaufsführers

BUND-Stand auf der 1. Bergsträßer Nachhaltigkeitsmesse

Die AG Ernährung im BUND Bergstraße hat sich auf die Suche begeben nach regionalen Erzeugern und Anbietern ökologischer Lebensmittel. Ergebnis ist ein Faltblatt, das Direktvermarkter, Geschäfte, Restaurants und Catering im Kreis Bergstraße und angrenzenden Regionen auflistet mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten und einer kurzen Beschreibung des Angebots. Kurz vor der 2. Bergsträßer Nachhaltigkeitsmesse am 4. August in Bensheim hat die Arbeitsgruppe die Liste ergänzt und optisch verschönert, die Neuauflage ist auf unserem Infostand erhältlich. Einkaufsratgeber Ernährung herunterladen

Rette unser Wasser

Unser Wasser ist in akuter Gefahr: Die mächtige Lobby von Agrarchemie und Industrie will den EU-Wasserschutz schwächen. Das darf nicht passieren.

Unser Wasser ist in akuter Gefahr: Die mächtige Lobby von Agrarchemie und Industrie will den EU-Wasserschutz schwächen. Am 20./21. September entscheidet die EU über die Zukunft unserer Flüsse, Bäche und Seen. Auch Deutschland stimmt darüber ab, ob die Wasserrahmenrichtlinie und ihre Frist bis 2027 erhalten bleiben oder ob die Wasserschutzgesetze gelockert werden. Wir fordern Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, sich für einen starken Wasserschutz einzusetzen. Unterstützen Sie den Appell mit Ihrer Unterschrift. Machen Sie mit!

Mit Apfelsaft den Naturschutz stärken - der BUND-Saft 2018 ist da

 

Mitte September hat die BUND-Streuobstgruppe mit mehreren Helfern Äpfel von der Bruchseewiese geerntet, zur Kelterei gefahren und anschließend 260 Liter Saft sterilisiert. Sie können den Saft gegen eine Spende von 5 Euro pro Flasche erwerben, die Einnahmen verwenden wir für die Biotop-Pflege. Sie wollen ihn testen? Dann schreiben Sie bitte an streuobstwiese.heppenheim@bund.net

Informationen zur BUND-Streuobstwiesenpflege

Hornisse auf der Hand von Wespenberaterin Brigitte Martin vom BUND. (Foto: Erik O. Martin)

Schwarz-gelb ist gefährlich? Nein, nur bei falschem Verhalten stechen Wespen oder Hornissen. „Selbst Wespennester auf dem Balkon müssen nicht immer umgesiedelt werden“, erläutert Guido Carl, Vorsitzender des BUND Bergstraße. Vor allem die Angst vor den streng geschützten Hornissen ist völlig unbegründet: Ihr Gift wirkt nicht anders als das von anderen Wespen oder Bienen. Eine Umsiedlung des Nests geht meist nur bis Mitte August, danach sind die Nester oft zu groß. Ab Mitte Oktober ist die Gefahr vorbei: Dann sind alle Wespen außer den Jungköniginnen gestorben. Ein altes Wespennest wird in der Regel kein zweites Mal bezogen und kann entfernt werden. Wer Probleme mit Wespen oder Hornissen hat, kann sich vom BUND per Telefon oder E-Mail beraten lassen. Auch Umsiedlungen der Völker sind möglich. Mehr ...

Der BUND-Einkaufsratgeber "Mikroplastik" wurde aktualisiert

Mikroplastik aus Kosmetikprodukten. Foto: Stephan Glinka

An unseren Küsten und Flussufern und in unseren Meeren finden wir oft Plastikmüll wie Plastiktüten oder Plastikflaschen. Weniger offensichtlich – aber nicht weniger häufig – sind mikroskopisch kleine Plastikpartikel: Mikroplastik. Das sind Kunststoffteilchen mit einer Größe von unter fünf Millimetern. Die Kosmetikindustrie verwendet Mikroplastik als Schleifmittel, Filmbildner oder Füllstoff, aber auch in flüssiger Form zum Beispiel als Bindemittel. Die Teilchen sind zu klein für unsere Kläranlagen und landen so in Flüssen und Meeren. Sie ziehen Umweltgifte an, werden von Meeresorganismen gefressen und gelangen in die Nahrungskette. Daher setzt sich der BUND für ein Verbot von Mikroplastik in Produkten wie Kosmetika oder Reinigungsmitteln ein.

Die Vereinten Nationen haben den BUND-Einkaufsratgeber "Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr" als offiziellen Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

BUND-Einkaufsratgeber "Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr" (Stand 2018)

Trotz der freiwilligen Verzichtserklärung vieler Hersteller findet Mikroplastik breite Anwendung in Kosmetika. Dies zeigt eine Untersuchung der Verbraucher-Plattform Codecheck von rund 103.000 Kosmetikprodukten im Vergleich der Jahre 2014 und 2016. So enthält nach wie vor jedes dritte untersuchte Gesichtspeeling und mehr als jedes zehnte Körperpeeling Polyethylen. „Mikroplastik befindet sich auch in Produkten, in denen es bisher kaum vermutet wurde. Polyquaternium-7 steckt beispielsweise in jedem vierten untersuchten Duschgel und Nylon-12 in jedem zehnten Make-up“, sagte Franziska Grammes von Codecheck. Dass Plastikstoffe hier weniger auffallen, liege auch an unterschiedlichen Definitionen von Mikroplastik. So würden viele Hersteller lediglich Polyethylen als Mikroplastik anerkennen, nicht jedoch Kunststoffe wie Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer. Diese und weitere Stoffe sind nach wissenschaftlichen Definitionen jedoch ebenfalls als Mikroplastik einzustufen.

Codecheck: Mikroplastikstudie 2016

Saubere Revolution 2030

Buchcover "Saubere Revolution 2030"

Dass die Politik die Energie-Revolution maximal verzögern, aber nicht aufhalten kann, zeigt Tony Seba in seinem Buch "Saubere Revolution 2030", das jetzt auf deutsch erschienen ist.

Wer verstehen will, wie Solarenergie, autonom fahrende Elektroautos und andere exponentiell wachsende Technologien in ein Zeitalter sauberer, dezentraler und partizipativer Energie und Mobilität führen, muss dieses Buch lesen. Die Welt wird sich verändern. Radikal. Bis 2030.

Das Buch kann bei metropolsolar.de bestellt werden.

“Tony Seba ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Vordenker zum Thema Energie und Mobilität weltweit. Die Botschaft seines Buches ist: Disruptive Veränderungen vollziehen sich immer rascher als selbst Experten voraussagen! Wer sein Buch liest, begreift das Muster hinter den rasanten Veränderungen, die in kurzer Zeit zu ca. 100% Erneuerbaren Energien führen werden, und kann sich eher darauf einstellen. Wer die Entwicklung der Photovoltaik wie auch der Speichertechnologie und der Elektromobilität bisher unterschätzt hat, bekommt hier seine zweite Chance!” (Prof. Eicke Weber, ehem. Leiter Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg)

“Die Qualität von Sebas Konzepten, Analysen und Vorhersagen hat uns veranlasst, seinen Bestseller „Clean Disruption of Energy and Transportation“ ins Deutsche zu übersetzen. Das Buch hat das Potential, die Diskussion bei uns grundlegend zu verändern. Seba beschreibt in der “Sauberen Revolution 2030″ eine unvermeidliche, exponentiell ablaufende, technisch-wirtschaftliche Entwicklung, die – sozusagen nebenbei - auch eine gesellschaftliche und ökologische Revolution ist. Sie kann von Regierungen und Konzernen, die sich auf atomare und fossile Energien stützen, nur noch kurzzeitig verzögert, aber nicht mehr grundsätzlich verhindert werden.“ (Daniel Bannasch, Vorstand MetropolSolar/MPS Energie Institut, Mannheim)

Fleischatlas 2018 - Rezepte für eine bessere Tierhaltung

Die industrielle Fleischproduktion trägt massiv zum Verlust der Artenvielfalt, zur Zerstörung von Wäldern und des Klimas, Gefährdung unseres Gesundheitssystems und zum Leid der Tiere bei. Es muss jetzt gehandelt werden, um die Ziele der Nachhaltigkeitsagenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.
Immer mehr Menschen in Deutschland wundern sich, dass die Politik so wenig tut, denn ein Umbau der Tierhaltung ist keine Träumerei, sondern durchaus möglich: Das zeigt der „Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung“. Die vierte Ausgabe der Fleischatlas-Serie benennt nicht nur die Probleme der Fleischindustrie und ihre Ursachen, sondern erstmals auch Chancen, Strategien und Instrumente für einen Wandel.  Mehr...

Schmetterling des Jahres 2018: Der "Große Fuchs"

Oberseite des Großen Fuchses. Foto: R. Manderbach / www.deutschlands-natur.de

Die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben den „Großen Fuchs“ (Nymphalis polychloros) zum Schmetterling des Jahres 2018 gekürt. In Deutschland steht der Tagfalter auf der Vorwarnliste der bedrohten Tiere. Seine langfristige Bestandsentwicklung schätzt das Bundesamt für Naturschutz als „sehr stark rückläufig“ ein. Der Große Fuchs kommt nicht häufig vor, ist aber weit verbreitet. Er lebt in trockenwarmen halboffenen Landschaften und an sonnigen Waldrändern, aber auch in naturnahen Gärten und auf Streuobstwiesen in weiten Teilen Europas und Asiens. Mit 50 bis 55 Millimetern Flügelspannweite gehört der Falter zu den großen Schmetterlingen. Er sieht dem viel öfter vorkommenden „Kleinen Fuchs“ zwar sehr ähnlich, sie sind aber nicht näher verwandt.

Während die meisten der 180 in Deutschland lebenden Tagschmetterlingsarten die kalte Jahreszeit als Raupen verbringen, überwintert der Große Fuchs als ausgewachsener Falter. Daher braucht er schon im zeitigen Frühjahr Nahrung. Die erste Futterquelle sind blühende Weidenkätzchen. Leider entfernen Förster Salweiden häufig, da ihr Holz nur wenig Geld einbringt. Eine weitere Ursache für den Bestandsrückgang des Falters ist der Verlust seines Lebensraumes durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft und des Flächenverbrauchs für Siedlungsbau und Verkehr.

Die Energiewende auf regenerative Füße stellen

Zur Einweihung des Windparks Greiner Eck betonten die BUND-Vorstandssprecher Guido Carl und Herwig Winter erneut die Bedeutung dezentral angelegter, regenerativer Stromversorgung. Sie verkannten nicht, dass der Ausbau der Windenergie mit negativen Folgen für Natur, Artenschutz und Landschaftsbild verbunden ist. Deshalb hat sich der BUND in Hessen erfolgreich dafür eingesetzt, dass auf nur 2 % der Landesfläche Vorranggebiete für die Windenergienutzung ausgewiesen werden, 98 % der Landesfläche also frei bleiben von Windrädern. Wenn man die 2 % Vorrangfläche klug auswählt, dann handelt es sich um solche Flächen, in denen die Windhöffigkeit hoch und das Konfliktpotenzial mit dem Natur-, Arten- und Immissionsschutz möglichst gering ist. Mehr ...

Seit Oktober 2009 hat der BUND Bergstraße die Sonne angezapft: Auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Bensheim-Zell arbeitet eine Solarstromanlage mit einer Spitzenleistung von knapp 50 Kilowatt. Das spart dem Klima viel CO2, dient als Vorbild für Hausbesitzer und legt zugleich eine stabile finanzielle Basis für die Zukunft des Kreisverbands.

Die heutigen Daten der Photovoltaik-Anlage sind rechts zu sehen. Mehr ...

 

Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie

Übernahmen wie die von Monsanto durch Bayer oder die Aufteilung der Märkte von Kaiser’s/Tengelmann zwischen Rewe und Edeka sind nur die Spitze des Eisberges. Auf allen Stufen der Lieferkette vom Acker bis zur Ladentheke finden Konzentrationsprozesse mit einer enormen Dynamik statt. Weltweit bestimmen immer weniger Konzerne über einen immer höheren Anteil der Lebensmittelerzeugung und Ernährung - zum Nachteil von Kleinbauern und regionaler Lebensmittelversorgung. Mit dem Konzernatlas 2017 möchten die Herausgeber - Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique - eine breit geführte gesellschaftliche Debatte dazu anstoßen.

Konzernatlas 2017

Naturnaher Waldbau im Hessischen Ried

Bei der Vorstellung seiner Broschüre "Chancen und Risiken der Waldentwicklung im Hessischen Ried" hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vom Land Hessen und den Kommunen vermehrte Anstrengungen zur Rettung der Wälder im Hessischen Ried gefordert. BUND-Vorstandssprecher Herwig Winter: "Ohne schnelle Hilfe werden die Wälder im Ried auf großer Fläche verdursten." Dort, wo der Wasserhaushalt aus heutiger Sicht nicht mehr hergestellt werden kann, zeigt der BUND in einem neuen Konzept auf, wie ein naturnaher Waldbau unter Verwendung der heimischen Laubbaumarten gelingen kann. Daher lehnt der Verband den von Hessen-Forst geplanten vermehrten Anbau von fremdländischen Baumarten und Nadelhölzern ab.   Mehr ...

BUND-Konzept für naturnahen Waldbau