4. Juni 2019

Weitere Vernichtung von Ackerflächen nicht notwendig - BUND kritisiert Fürther Bebauunsplan "Am Flutgraben"

Von: Herwig Winter

Dieser Acker am Rand der Sportanlagen in Fürth soll einem Funktionsgebäude mit Parkplatz weichen. Foto: BUND

Der BUND-Kreisverband Bergstraße kritisiert den Fürther Bebauungsplan „Am Flutgraben“, der dazu führen würde, dass rund 1 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche verlorengingen. In seiner Stellungnahme weist der BUND darauf hin, dass der allgemein beklagte Artenrückgang vor allem die sogenannten Offenlandarten betrifft, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass in den vergangenen beiden Jahrzehnten alleine in Hessen die landwirtschaftliche Nutzfläche um mehr als 40.000 ha abgenommen hat. BUND-Kreisvorstandssprecher Herwig Winter: „Der Humusschicht unversiegelter Böden kommt zudem eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz zu, denn nirgendwo sonst ist mehr Kohlenstoff gespeichert.“
Der BUND geht davon aus, dass sich der Bedarf an Funktionsgebäuden, wie sie der Bebauungsplan „Am Flutgraben“ vorsieht, auch innerhalb des Bestands an Sportflächen realisieren lässt. Gleiches gilt für die geplanten Parkflächen, die sowieso völlig deplatziert, da viel zu weit entfernt von den vorhandenen Sportanlagen zu liegen kämen, wobei die Zufahrt mitten durch ein Wohngebiet führen würde. Herwig Winter: „Wir sind überzeugt, dass mit ein bisschen gutem Willen seitens der Gemeinde Fürth sich eine Planung realisieren lässt, die nicht erneut landwirtschaftliche Nutzfläche und damit Offenland vernichtet.“




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