23. Juli 2018

Wasser für die Waldtiere - Tränke im Viernheimer Wald mildert Wassermangel

Von: Peter Dresen

Wildtränke im Viernheimer Wald. Foto: Peter Dresen

Seit Wochen herrscht, wie überall, auch im Viernheimer Wald große Trockenheit und fast alle dort lebenden Tiere leiden sehr darunter. Nachdem alle Wasserpfützen ausgetrocknet sind und bei der großen Hitze sich auch kein Morgentau mehr auf den schlapp ihre Blätter herabhängenden Pflanzen bilden konnte, ist hier inzwischen eine kritische Situation eingetreten. Wo noch ist Wasser zu finden, das alle Säugetiere zur Aufzucht ihrer Jungen benötigen? Nur die in der Nähe des Feldrands oder des Waldsees lebenden Tiere erreichen noch das notwendige Nass. Alle anderen aber, wie die westlich der Autobahn A67 vorkommenden Waldbewohner wie Igel, Rehe oder Wildschweine haben großen Durst und sind, wenn es ganz schlimm kommt, nicht mehr in der Lage ihre Jungen mit Milch zu versorgen. So können dort die Jungtiere als Erste verdursten.

Um den durch den Klimawandel im Sommer in unserem Wald immer häufiger auftretenden Wassermangel etwas zu mildern, hatte der BUND - auch unter Mithilfe des THWs - drei seit Jahren ausgetrocknete Wildtränken so tief aufgraben gelassen, dass hier ein dauerhafte Versorgung mit Grundwasser vorhanden ist. Die Tränke erweisen sich nun als lebensrettend für alle durstigen Waldtiere. So wird eine besonders versteckt und ruhig gelegene, kleine Tränke (s. Fotos) zu allen Tages- und Nachtzeiten von einer großen Zahl von Wildtieren aufgesucht: Unzählige Vögel, Libellen, Kröten, Rehe mit ihren Kitzen, Wildschweine mit kleinen Frischlingen oder durstige Füchse; ihr Kommen und Gehen zeigt, dass die jetzt wieder mit Wasser gefüllten Wildtränken die in sie gesetzten Hoffnungen hervorragend erfüllen und sich die Aktion mehr als gelohnt hat.




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