8. August 2017

Lebensgrundlage für künftige Generationen sichern - BUND begrüßt angestrebten Bürgerentscheid gegen Interkommunales Gewerbegebiet

Von: Herwig Winter

Die Interessengemeinschaft gegen ein „Interkommunales Gewerbegebiet Weschnitztal“ will ein Bürgerbegehren mit dem Ziel eines Bürgerentscheids in der Gemeinde Rimbach durchführen. Der BUND-Kreisverband Bergstraße begrüßt diese Absicht ausdrücklich und sichert seine Unterstützung zu. BUND-Kreisvorstandssprecher Herwig Winter: „Wir freuen uns, dass sich mittlerweile gegen diese unsägliche Planung immer stärker werdender Widerstand regt.“
Von Seiten der Befürworter eines interkommunalen Gewerbegebiets (IKG) wird immer wieder das Argument ins Feld geführt, dass diese Planung insgesamt Flächen spare. Der BUND-Kreisverband Bergstraße jedoch ist vom Gegenteil überzeugt. Herwig Winter: „Jede Gemeinde für sich könnte nur eine relativ kleine Fläche ausweisen, die lediglich für heimische Klein- und Mittelbetriebe interessant wäre. Mehr als 10 Hektar am Stück aber lockt Großinvestoren an. Und wenn ein Großinvestor erst einmal im Weschnitztal Fuß gefasst hat, wird die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten sein. Die gesamte Ackerfläche zwischen Zotzenbach und Mörlenbach wird dann früher oder später zum Opfer von Beton und Asphalt.“
Eigentlich ist nach Auffassung des BUND allen Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft klar, dass der ständig fortschreitende Flächenverbrauch so nicht weitergehen kann, wenn die Menschen in den jeweiligen Regionen eine Zukunft haben sollen. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Bodenqualität wurde die für das geplante IKG vorgesehene Fläche im Regionalplan als Vorrangfläche für die Landwirtschaft ausgewiesen. Deshalb gibt es auch massive Widerstände seitens der Landwirtschaft gegen die Planung. Der Gebietsagrarausschuss hat sich klar und eindeutig gegen das IKG ausgesprochen. BUND-Vorstandssprecher Willy Welti bekräftigt: „Besonders ermutigend ist der nun in der Bevölkerung vor Ort wachsende Widerstand. Die Bürger im Weschnitztal beginnen zu erkennen, dass ihre Zukunft weit mehr von intakter Landschaft und fruchtbaren Ackerböden abhängt als von ständig wie Krebsgeschwüre sich ausweitenden Gewerbegebieten.“
Der BUND fordert deshalb die kommunalpolitischen Entscheidungsträger auf, ihrer Verantwortung für die im Weschnitztal lebenden Menschen gerecht zu werden. „Neue Gewerbegebiete oder Straßen lassen sich leicht schaffen, Ackerflächen dagegen sind nicht vermehrbar. Das sollte jedem Entscheidungsträger bewusst sein, bevor er die Hand zugunsten von noch mehr Beton und Asphalt hebt“, so Herwig Winter abschließend.




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