30. April 2019

Gewerbegebiet Zotzenbach immer noch ohne Eingrünung - BUND: Bauaufsicht nach nunmehr 13 Jahren untätig

Von: Herwig Winter

An Stelle des Bauzauns müsste sich eigentlich ein drei Meter breiter Pflanzstreifen befinden, der mit Bäumen und Sträuchern dicht bewachsen ist. Foto: BUND

Es handelt sich nach Auffassung des BUND-Ortsverbandes Mörlenbach-Rimbach um eines der unansehnlichsten Gewerbegebiete im Weschnitztal, aber es dürfte von der B 38 aus eigentlich so gut wie gar nicht zu sehen sein, jedenfalls während der Zeit, wo die Bäume und Sträucher belaubt sind. Als der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet bei Zotzenbach 2006 rechtskräftig geworden war, bestand damit die Verpflichtung, am Rand der Bebauung einen drei Meter breiten Pflanzstreifen anzulegen und dort dichte Heckenstrukturen und Bäume anzupflanzen. Ortsbegehungen im Jahr 2018 und erneut in diesem Jahr waren für die BUND-Vertreter jedoch ernüchternd. BUND-Ortsbeauftragter Herwig Winter: „Kein einziger Baum oder Strauch war zu entdecken. Die Eigentümer haben es schlicht versäumt, den im Bebauungsplan vorgeschriebenen Verpflichtungen nachzukommen.“
Nach Auffassung des BUND hätte die Bauaufsichtsbehörde des Kreises Bergstraße Zeit genug gehabt, um einzuschreiten und diesen unhaltbaren Zustand zu beenden. Der BUND hat sich deshalb erneut mit einem Schreiben an die Bauaufsicht gewandt mit der Anfrage, wie viele baurechtliche Verfügungen mit welchem Datum mittlerweile ergangen sind und wie viele Widersprüche von Eigentümern es gab. Den Gemeindevorstand der Gemeinde Rimbach fordert der BUND in einem Schreiben dazu auf, seinen Einfluss sowohl gegenüber der Bauaufsicht als auch gegenüber den Eigentümern geltend zu machen. Herwig Winter: „Es kann doch nicht sein, dass die Gemeinde Rimbach einfach nur zuschaut und abwartet, wenn es darum geht, einen rechtswidrigen Zustand in ihrem Gemarkungsbereich zu beenden.




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