6. Juli 2007

Regierungsanhörung zum Block 6 am EON-Kohlekraftwerk Staudinger

Von: Werner Neumann

Frankfurt. Der Hessische Landesverband des BUND kritisiert, dass seitens EON bisher in keiner Weise der Nachweis über eine Umweltentlastung durch Inbetriebnahme des geplanten Block 6 am Kraftwerk Staufinger geführt worden sei.

Werner Neumann, BUND-Energiesprecher: "Woche für Woche hat EON andere Zahlen vorgelegt, die nicht überprüft werden konnten. Die Versprechungen von EON über geringere Emissionen haben sich einen Tag vor der Anhörung als Rechentrick mit Vertauschung verschiedener Schadstoffe entpuppt."

Für den BUND stellt sich die Frage, ob das neue Kraftwerk in dieser Größe am Standort Staudinger sinnvoll sei. EON habe selbst dargestellt, dass nicht geklärt sei, wohin noch mehr Wärme ausgekoppelt werden kann.
Der BUND betont, dass eine dezentrale Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken weitaus günstiger für Energieausnutzung und Weltklima sei als ein Kohlegroßkraftwerk.

Werner Neumann: "EON und Landesregierung unterstellen, dass eine Umweltentlastung durch den geplanten Block 6 gegeben ist, obwohl dies erst in einem Raumordnungsverfahren geprüft werden kann. Mich erinnert diese Haltung an die Methode "Des Kaisers neue Kleider" - real hat EON bislang nichts Belastbares vorzuweisen."

Wenn die hessische Landesregierung sich an den eigenen Raumordnungsplan halten würde, so der BUND, müßte sie den Block 6 Staudinger ablehnen oder zumindest die übergeordneten Fragen in einem Raumordnungsverfahren klären.
Der BUND unterstützt deshalb die Forderung der Stadt Hanau und mehrerer Landkreise für ein Raumordnungsverfahren.

Rückfragen: Dr. Werner Neumann, BUND Energiesprecher, 0172 66 73 815




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