30. Juli 2007

Landwirtschaftliche Nutzung sollte Vorrang haben

Von: Herwig Winter
Guter Ackerboden muss für die Landwirtschaft erhalten bleiben

Guter Ackerboden muss für die Landwirtschaft erhalten bleiben

Fürth. Für nicht mehr zeitgemäß hält der BUND-Kreisverband Bergstraße die Planungsabsicht der Gemeinde Fürth, im Ortsteil Lörzenbach ein Gewerbegebiet von etwa einem Hektar Größe auszuweisen. Diese Möglichkeit eröffnet sich für die Gemeinde dadurch, dass das Gelände ursprünglich für die Neuanlage eines Sportplatzes vorgesehen war, nun aber für diesen Zweck doch nicht gebraucht wird. Laut Umweltbericht sind die Böden im Planungsbereich geprägt von sehr hoher und mittlerer Ertragsfähigkeit und aufgrund ihrer Neigung für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeignet. Deshalb sollten sie nach Auffassung des BUND auch genau dieser Nutzung vorbehalten bleiben, denn damit verbunden sind mehrere Aspekte, die schon heute von zentraler Bedeutung sind und in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen werden: Sicherung von Flächen für eine regionale Nahrungsmittelversorgung, für den Anbau von Biomasse zur Energiegewinnung und für die mit dem Pflanzenwachstum einhergehende Senkung des Kohlendioxidgehaltes in der Atmosphäre.

Da in der Fürther Kerngemeinde noch reichlich Gewerbeflächen, die bereits genehmigt sind, zur Verfügung stehen, regt der BUND an, dass die Gemeinde Fürth den Aspekten Klimaschutz und Zukunftssicherung Rechnung trägt und auf die Ausweisung einer Gewerbefläche in Lörzenbach verzichtet. Auch wenn viele Gemeindevertreter es als einen seltenen Glücksfall betrachten mögen, dass ihnen unversehens eine Fläche in den Schoß gefallen zu sein scheint, die zusätzliche Finanzmittel verspricht, sollte das Verantwortungsbewusstsein gegenüber künftigen Generationen die Oberhand behalten. Der BUND fordert deshalb die Fürther Gemeindevertreter dazu auf, die vorgelegte Planung eines Gewerbegebietes in Lörzenbach zu überdenken.




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